Von alten Caches und neuen Meilensteinen…
BlueGerbil | 21. März 2010 23:08Heute früh waren wir mit Freunden zum Brunch im Racing House in Schaafheim verabredet - nett war´s! Gut gesättigt war danach noch eine kleine Cache-Runde angesagt, diesmal in Babenhausen. Renate wollte ihren 1500. Cache heben und dazu hatten wir uns den “Bawwehoise Railway cache” ausgesucht.
Der Cache bescherte uns einen Spaziergang durch Babenhausen, zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten, bei gutem Wetter war das richtig angenehm und machte Spaß. Der Final lag ausserhalb der Stadt und war eine geräumige Dose.
Warum betone ich das “hat Spaß gemacht” so? Der Cache wurde am 25. November 2002 gelegt (also 11 Monate, nachdem wir mit dem Hobby Geocaching angefangen hatten) - und ist damit der älteste, von uns noch nicht gefunden gewesene Cache in der Umgebung unseres Wohnortes. Aber primär ist der Cache eines: “Oldschool” - liebevoll ausgearbeiteter Text, sogar zweisprachig, interessante Orte, verbunden mit einem schönen Spaziergang - war´s das nicht, was Cachen “damals” ausmachte? Damals, als man noch 200km fuhr, um einen Cache zu finden, als es noch einen Hauch von “Abenteuer” hatte und nicht von “vor der Kneipe noch schnell 2 Dosen einsammeln”.
Nein, das wird jetzt kein “früher war alles besser”-Artikel! Natürlich freue ich mich über den einen oder anderen neuen Cache, der genau so liebevoll ausgearbeitet ist und einen an Orte führt, die man sonst vielleicht nicht gesehen hätte. Aber es nervt halt, wenn man dann in der “Homezone” neue Caches aufploppen sieht, deren Cache-Beschreibung weitgehendst frei von grammatikalischen Grundregeln gestaltet wurde, mitunter nur in Kleinbuchstaben und als Info da dann sinngemäß steht: “hier wahr noch kein cash, ich hab meinen ersten micro hier geleggt” - Danke für´s Gespräch! Wo darf ich die CD mit 74 Minuten Gelächter hinschicken?
Klar, ich bin bekennender Statistik-Cacher - ich mag FTFs, ich mag Cache-Runden mit vielen Micros, aber muss es denn immer mehr Schrott geben? Generation DSDS goes Geocaching…
Vor ein paar Tagen bin ich abends nochmal losgefahren, ein FTF in unmittelbarer Nähe der Gerbilhöhle wollte “gemacht” werden. Abends um 23 Uhr, am Wendehammer im Wohngebiet, 3m von nächsten Carport entfernt, stand ich dann mit meinem unauffälligen Kleinwagen (zum Glück hatte ich den dezenteren der beiden Jeeps dabei) und fummelte an einem Pfosten herum, der ein zusammengeknautschtes Logbuch enthielt.
Ja, ich freute mich über den FTF, aber dieser Cache war so unnötig wie´n Kropf. Wenige Tage später, gleicher Ort, ein schöner Brunnen - erster Gedanke: “Geht doch, der Cache “zeigt” uns was” - zweiter Gedanke: Da hat jemand nicht verstanden, das “Cache” was mit “Verstecken” zu tun hat. Der Cache-Behälter stand auf der Querstrebe einer Parkbank. Ja, er stand da, war nicht befestigt, nicht versteckt - jedes spielende Kind, das um die Bank herumläuft, hat die Dose direkt auf Augenhöhe. Um´s Twitter-gemäß zu formulieren: #fail!
Das waren nur zwei kurze Beispiele aus den letzten Wochen. Ich glaube, wir müssen im Frühjahr mal wieder ein paar Caches an schönen Orten machen, sonst macht das auf Dauer keinen Spaß mehr. Ein Anfang ist gemacht, 2 Tage Straßbourg stehen auf dem Programm, ein paar Caches, ein paar Waymarks, schön tafeln mit Freunden - das wird nett!
Auf jeden Fall herzlichen Glückwunsch an LilaMaus zu ihrem 1500. Cache! Auf die nächsten 1500, mein Schatz!
Categories: LilaMaus, Geocaching
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