Alpiner Dreikampf: Jeepen, Geocachen, Schlemmen
Wie geplant, ging für Timo heute die Alpentour 2009 zu Ende - berufliche Termine zwangen zur Abreise - aber Björn und ich blieben noch einen weiteren Tag im “gelobten Land”. Zum Frühstück und Shoppen zog es uns abermals über den Col de Echelle nach Briancon, hier konnten wir nun auch die gewünschten Stoffmurmeltiere für die Sammlung erwerben, aber leider kein Pferdesteak im Supermarkt - na gut, ein Stück Rind tut´s auch. Frisch gestärkt ging es über den Col de Moncenisio nach Claviere, dort wurde ein schneller Cache gefunden und ein kurzer Abstecher zum Einstieg in die Chaberton-Piste gemacht - von dort gibt es leider nichts Neues zu berichten, der Berg ist nach wie vor für den motorisierten Verkehr gesperrt. Ein Foto an der Verbotstafel musste reichen, es bleibt die Hoffnung, die Befahrung des 3.135m hohen Berges mit seiner imposanten Festungsanlage irgendwann doch mal zu schaffen.
Fahrt zum Col de Echelle
Cachen in Claviere
Die Chaberton-Festung
Das leidige Verbotsschild
Vom Susatal aus bogen wir in Richtung Norden ab, das Ziel war der Lac de Mt. Cenis. Aber ist nicht der Weg oftmals das Ziel? Genau, daher fuhren wir nicht über die asphaltierte Piste zum See, sondern bogen in Bar Cenisio auf die alte Schotterpiste zum Lac Roterel ab. Diese führt an einem kleinen, malerisch gelegenen Anglerteich vorbei, über die bekannten 4 Serpentinen mit Steinmauern, durch zwei ausgetrocknete Bachbetten und eng stehendes Gestrüpp schließlich an das Westufer des Lac de Mt. Cenis. Hierbei steigerte sich die Schwierigkeit nach und nach, zu Beginn konnte ich die Denzelsche Wertung nicht nachvollziehen, das sollte sich jedoch im Laufe der Tour ändern - es ist auf jeden Fall eine absolut lohnende Alternative zum Erreichen des Sees - nur Angst um seinen Lack sollte man auf Grund des Gebüschs nicht haben. Wir trafen auch einen Quadfahrer aus Simmern, dieser berichtete, das die Auffahrt zum Fort de la Turra auf Grund einer Abrutschung gesperrt bzw. unpassierbar sei - hoffentlich wird diese wieder instandgesetzt!
Die Serpentinen auf dem Weg zum Lac de Roterel
Am Lac de Roterel
Blick zum Fort Variselle
Am Westufer des Sees machten wir eine kurze Pause, um dann die Fahrt in Richtung des Col de Petit Mont Cenis fortzusetzen. Während ich Murmeltiere fotografierte lernten wir ein Pärchen aus Wien kennen, welche mit einem Discovery unterwegs waren. Es stellte sich heraus, das wir recht ähnliche Ideen hatten - wir wollten über den Col de Solieres zum Mont Froid, da wir auf der Alpenrouten-Seite lasen, das es sich hierbei um eine extrem schwere Auffahrt (SG 5 nach Denzel) handeln soll. Mehrere Versuche scheiterten, entweder in weglosem Gelände oder an einem Bauernhof, wo dann eben auch kein Weg mehr weiter führte. Von hier aus ist also der Mont Froid nicht zu erreichen, ggf. von Termignon aus, das wird sich hoffentlich nächstes Jahr zeigen.
Jeep und Landy am Ende des Weges
Auf dem Weg zu den Granges de Savine
Auf dem Weg zu den Granges de Savine
Daher entschlossen wir uns, weiter zum Col de Petit Mont Cenis weiterzufahren - dort plauderten wir kurz mit dem dortigen Hüttenwirt. Hierbei erfuhren wir, das der Weg in Richtung Granges de Savine passierbar sei - gesagt, getan, die wenigen Kilometer fuhren wir noch weiter, trafen einen deutschen Defenderfahrer, verabschiedeten uns von unseren beiden Österreichern, die dort nächtigen wollten und machten uns auf den Heimweg in Richtung Seeufer. Aber vorher konnte ich noch ein paar Nahaufnahmen zweier Murmeltiere machen, die sich durch das dezente Geräusch meines Kleinwagens nicht stören liessen - und das obwohl wir max. 5 Meter von ihnen entfernt standen.
Murmeltiere am Lac de Mt. Cenis
Murmeltiere am Lac de Mt. Cenis
Murmeltiere am Lac de Mt. Cenis
Der Heimweg über das asphaltierte Ostufer des Sees und durch das Susa-Tal war ereignislos, es folgte ein weiteres, sehr leckeres Abendessen: Ziegenkäse, Brot, Parmaschinken und Oliven machten den Anfang, Ciboletta-Wurst gab´s danach und das Finale war das heute früh erworbene (eher mittelmäßige) Rind - danach noch einen Absacker aus der Darmstädter Distille und ab in die Schlafsäcke - der morgige Tag sollte lang werden. Gute Nacht!
Categories: Geocaching, Jeep, Reisen
2 Comments »
Das letzte Wort hatte...