Geocaching - ein rein subjektiver Versuch einer Positionsbestimmung…
BlueGerbil | 8. März 2010 15:30Das es thematisch von Geocaching zu GPS und damit zur Positionsbestimmung nicht weit ist, ist offensichtlich. Aber auch im übertragenen Sinne kann man Positionen bestimmen und Routen planen…
Gerade wurde der 1000000. Geocache auf GEOCACHING.COM gelistet, der zehnte Geburtstag dieses Hobbies steht uns in zwei Monaten bevor (3. Mai, Infos zur Geschichte des Geocaching gibt´s hier) und auch bei uns erwacht langsam wieder der Wille, der Cache-Starre des Winters neue Taten folgen zu lassen.
Seit dem 25. Dezember 2001 sind wir nun dabei, also etwas mehr als 8 Jahre jagen wir die großen und kleinen Dosen zwischen Nordkap und Dubai, zwischen Fuerteventura und Ungarn. Unser erster gefundener Cache (ein FTF übrigens), GC2C62, erfreut sich nach wie vor bester Gesundheit, einige der “alten” Schätzchen sind nach wie vor aktiv und werden fleißig gefunden. Unser ältester gefundener Cache war übrigens GC40.
Alles in Butter also? Mitnichten, leider. Ich falle jetzt nicht in das häufig zu lesende Gejammer ein, das “früher alles besser war” - das war es subjektiv gesehen zwar, aber das hilft aktuell auch nicht weiter. Es fällt mir schwer, mich über lieblose Leitplankenmicros zu beklagen, wenn ich genau diese zum Auffüllen der eigenen Statistik, für den schnellen Cache auf der abendlichen Heimfahrt so häufig suche. Es fällt mir schwer, mich über unzugängliche T5-Klettercaches zu beklagen, es ist vielmehr ein Ansporn, die Abnehmerei zu forcieren und ansatzweise zu alter Form zurückzufinden. Rätselcache, die Cache-Plage des neuen Jahrzehnts? Eigentlich auch halb so wild, meine Frau liebt die Teile, das ist eine wunderbare Arbeitsteilung.
Vielmehr gehen mir die “Kleinigkeiten” auf die Nerven. Das fängt an mit dem endlosen Gewinsel mancher Cacher-Kollegen im GeoClub, sinnfreie und schädliche Abstimmungstools, Cacher, die ihre Schulden erst nach Wochen zahlen, die Anti-Kommerz-und-Anti-Groundspeak-Bigotterie diverser Cacherkollegen, die ihre eigenen, spendenfinanzierten “Alternativ-Plattformen” trotz der Unterstützung irgendwelcher obskuren Wanderverbände nicht ans Laufen bekommen und mit gelungener 1998-Optik der Website und inhaltlicher Leere außer viel Geklapper nichts erreichen uvm.
Wer mich kennt, weiß, das mir so was eigentlich am dicken Fell vorbeigeht bzw. an diesem abperlt. Genau so ist es! Es nervt zwar, aber davon werde ich bzw. wir uns nicht den Spaß am Cachen verderben lassen. Nennen wir es verspäteten guten Vorsatz zum neuen Cache-Jahr oder ein klares “Ja zum Weitercachen” - auch wenn sich diese Frage eigentlich nie stellte.
Was sich sicherlich ändern wird: Mehr “Qualitätscaches”, mehr körperlich anspruchsvolle Caches, die eine oder andere Idee für Cache-Aktionen haben wir ja schon (Projekt “Alle Neune” z.B.), aber auch endlich mal “100 Caches am Tag” in die Tat umsetzen - und natürlich gibt es “neue” Länder zu entdecken, für 2010 steht Liechtenstein und Monaco auf dem Programm, Korsika soll im Rahmen unseres Sommerurlaubs “becacht” werden und auch die Alpentour 2010 wird wieder unter dem Motto “Hochalpiner Dreikampf - Jeepen, Cachen, Schlemmen” stehen. Es bleibt also spannend! Und es geht auch sehr gut ohne Verbände, Neinsager und Bedenkenträger. In diesem Sinne: Weitermachen, Gas geben, es gibt noch viel zu entdecken!
Categories: Geocaching



5 Responses to “Geocaching - ein rein subjektiver Versuch einer Positionsbestimmung...”
Sehr schön.
Andere verteilen das auf fünf einzelne Blogbeiträge, packen vielleicht noch ein paar Liter warme Luft dazu. Aber im Grunde steht hier schon alles. Danke. Wir anderen Geocaching-Blogger müssen uns jetzt ein neues Thema suchen, weil alles gesagt ist.
Der 1 000 000. Cache wurde schon 2008 gelistet (http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?id=1000000).

Es ist der Millionste aktive Cache.
Danke für diese Positionsbestimmung.
Ich stell mich dann mal dazu.
Auch wenn meine “Eckdaten” längst nicht so illustre sind, (3.Februar 2007, Norden Schottland, Westen Irland, Süden Malta, Osten Polen, ältester GC43)
Aber auch ich freu mich über einen schnellen Leitplankencache, wenn ich wegen viel Arbeit nicht zu längeren Touren komme oder grad irgendwo geschäftlich unterwegs bin. Man soll es echt nicht glauben, es gibt doch noch Ecken in dieser Republik, die fast dosenfrei sind.
Trotzdem würde ich eigentlich viel lieber längere Multis machen, oder mehrer Tradis zu einer Tour zusammen gefaßt.
Aber nicht immer kann man so wie man am Liebsten möchte…
Klettercaches werden mich nie groß reizen können, ein großer Fan von Mysteries bin ich erst recht nicht. Da ist die Freude dann umso größer, wenn ich doch mal einen ohne Hilfe lösen kann.
Aber aufhören? Nein, dazu ist die Sucht zu groß. Äh, das hab ich jetzt nicht wirklich geschrieben! Natürlich nicht die Sucht, der Enthusiasmus!
Gruß, Elli
Da gehe ich mal selten durch die bloglandschaft, und dann das! DANKE! Besser kann man es kaum ausdrücken!
GRuß
bodhran
Ich habe Geocaching bisher als interessante Nebenbetätigung zu meinem Hobby der geländegängigen Autos, als Zweitnutzen des GPS-Gerätes und nebenbei auch als sinnvolle Kinderbeschäftigung (wenn sie mal Lust dazu haben) gesehen. Das kann m.E. so bleiben.
Liebe Grüße
Stefan (003)
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